Herzlich Willkommen!

Pfarrerin Dr. Iris Kreile
Bildrechte: Evang.-Luth. Kirchengemeinde Klingenberg/Wörth

Liebe Leserin, lieber Leser, liebe Gemeinde,

Nur Geduld! Der Winter ist meist dunkel, kalt und nass.

Wenn der Frühling mal wieder auf sich warten lässt, brauchen wir Geduld. 

 

So steht es in meinem Kalender auf dem Januarblatt. Wie steht es mit meiner eigenen Geduld? In manchen Dingen kann ich sehr geduldig sein. Ich puzzle gerne und suche geduldig die passenden Teile. Oder ich habe mit Schüler*innen und Konfirmand*innen zu tun und versuche, mich auf ihre Perspektive einzulassen. Anderes führt mich schnell an die Grenzen meiner Geduld, wenn ich fast täglich auf Parkplatzsuche bin und immer neu entscheiden muss: riskiere ich eine Strafzettel oder laufe ich längere Wege hin un her.  In Krisenzeiten brauchen wir besonders viel Geduld, um nicht panisch zu reagieren oder ganz abzutauchen. Es braucht viel Energie und innere Stärke, um Zeiten auszuhalten, in denen keine einfachen Lösungen parat sind. Wo ich nur abwägen kann, ob der eine oder der andere Weg besser ist. Und nicht einmal im Nachhinein wissen kann, was besser gewesen sein wird.

Bildlich stelle ich mir eine Brachlandschaft vor. Der Anblick ist schwer auszuhalten. So wie damals als im Nationalpark Bayrischer Wald: weite Flächen waren vom Borkenkäfer befallen und die Bäume sind abgestorben. Nach vielen Jahren ist aus dieser Brache ein ökologisch wertvoller Naturwald entstanden.

Unsere Gemeinde mit Ihren Angeboten und Räumlichkeiten ist auch in einer Art Zeit der Brache. Es gilt, diese anzunehmen und auszuhalten mit Geduld. Getragen von der Hoffnung, dass mit Gottes Geist und Segen wieder andere Zeiten kommen, in denen Neues aufblühen wird. Gemäß dem Wort aus dem Buch des Predigers Salomon:

Ein jegliches hat seine Zeit,

und alles Vorhaben unter dem Himmel hat seine Stunde:

geboren werden hat seine Zeit, sterben hat seine Zeit;

pflanzen hat seine Zeit, ausreißen von Geplanztem hat seine Zeit.

(Pred 3, 1-2) 

Ich wünsche Ihnen und Euch viel Geduld und Hoffnung in der Zeit des Wartens und Vorfreude auf einen neuen Frühling und neue Begegnungen.

Pfarrerin Iris Kreile

 

 

Informationen zu den Gottesdiensten:

Nach erneuten Beratungen und der Fortsetzung des staatlichen Lockdowns hat sich unser Kirchenvorstand entschieden, keine Gottesdienste in der Trinitatis-Kirche, der Wendelinus-Kapelle und auch nicht im Pfarrgarten zu feiern. Wir wollen dazu beitragen, dass die Ansteckungen so schnell wie möglich zurückgehen und niemand zu Schaden kommt. Dies gilt zunächst bis Mitte Februar. Am 10.2. werden wir bei unserer Kirchenvorstandssitzung neu beraten und entscheiden.

Wir setzen auf alternative Angebote, die uns durch die Zeit der Pandemie tragen.     

  • Unsere Kirche ist täglich und auch am Sonntag von 9 bis 17 Uhr geöffnet. Wir laden ein zum Besuch und zum stillen Gebet.  
  • Samstags um 19 Uhr feiern wir als Kooperation von Erlenbach und Klingenberg-Wörth eine Wochenschluss-Andacht über Zoom (Anmeldungscode auf der Gottesdienstseite)
  • Weitere Angebote aus der Region finden Sie ebenfalls unter "Gottesdienste"
  • Für ein Gespräch am Telefon rufen Sie mich einfach an unter 0160-5910419.
  • Glockenläuten zum Gedenken

    Täglich um 19 Uhr läuten die Glocken der Trinitatis-Kirche zum Abendgebet.Auch die Glocken der Wendelinus-Kapelle sollen um 19 Uhr geläutet werden. Der Kirchenvorstand versteht das Geläut in der Pandemie als Gedenken und Innehalten. Carla Pollinger, Kirchenvorsteherin, hat dazu einige Gedanken formuliert:

    - Wir wollen mit dem Läuten der Glocken Mitgefühl und Verbundenheit zeigen mit den Menschen, die schwer an Corona erkrankt sind und auf Intensivstationen um ihr Leben kämpfen.

    - Wir denken an die vielen Toten, die die Krankheit bereits gefordert hat, in unserem Landkreis sind bis heute (Stand 20.1.21) allein 74 Menschen an und mit Covid 19 gestorben.

    - Wir denken an Angehörige, die einen lieben Menschen verloren haben - sie sollen sich durch den Klang der Glocken gestärkt und getröstet fühlen.

    - Es soll an die Pfleger*innen und Ärzt*innen erinnern, die an dem Virus Erkrankte betreuen und dabei oftmals bis an die Grenze ihrer persönlichen Belastbarkeit gehen.

    - Der Ton der Glocken soll uns anregen, im persönlichen Gebet Trost und Hoffnung zu suchen. 

Eine Übersicht zu Angeboten in Radio, Fernsehen und im Netz finden Sie bei www.bayern-evangelisch.de. (Ein link auf diese Seite ist unter der Rubrik "Gottesdienst" zu finden). 

 

 

 


 

Unsere nächsten Veranstaltungen

Tagung Landessynode
Bildrechte: ELKB/mck

Landessynode

Vom 22. bis 26. November fand die Herbsttagung der Landessynode als digitale Zoom-Tagung statt. 
Die wichtigsten Entscheidungen der Tagung finden Sie hier: 

 

Tageslosung

Aber mit dir will ich nicht ein Ende machen. Ich will dich mit Maßen züchtigen, doch ungestraft kann ich dich nicht lassen.
Jeremia 30,11
So demütigt euch nun unter die gewaltige Hand Gottes, damit er euch erhöhe zu seiner Zeit.
1.Petrus 5,6

© Evangelische Brüder-Unität – Herrnhuter Brüdergemeine
Weitere Informationen finden Sie hier .